Dr. Roland Felber

 

Dr. Roland Felber wurde im Jahre 1942 in Kempten/Allgäu geboren, besuchte das hum. Gymnasium teils in Kempten, teils in Augsburg.

Nach dem abgeschlossenem Jurastudium in München war er an den Instituten für Strafrecht und Kriminologie der Universitäten Regensburg und München tätig. In diese Zeit fielen auch das 2.juristische Staatsexamen und die Promotion.

Von 1978 bis 1987 war Roland Felber Mitarbeiter in der
Kunstabteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus bzw. Wissenschaft und Kunst.

Von 1987 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2007 war Roland Felber Geschäftsführender Direktor der Bayerischen Staatsoper München, danach noch Lehrbeauftragter im Bereich Theatermanagement an der LMU München.

 

Dr. med. Wolfgang Tressel

"In Zeiten, in denen sich die junge Generation fast ausschließlich für aktuelle Pop- und Rockmusik und ihre verschiedenen Varianten interessiert, erscheint die Förderung klassischer Musikausbildung unverzichtbar, um den Fortbestand und die Pflege der traditionellen europäischen Musik auch in der Zukunft  zu sichern. Private und öffentliche Organisationen und Stiftungen auf nationaler Ebene leisten hier wesentliche Unterstützung.

 

Es erscheint mir aber auch wichtig, nicht nur eine kleine Elite zu fördern, die sich bereits überregional etabliert hat, sondern auch auf lokaler Ebene vielversprechenden Talenten die Möglichkeit zu geben, in die Elite vorzustoßen. Hier leistet die Christa- und Werner-Strohmayr-Stiftung mit ihren Stipendien einen wichtigen Beitrag. Deswegen engagiere ich mich gerne in der Stiftung. Durch meine langjährige Kenntnis der lokalen Kulturszene, meine eigene vielfältige musikalische Tätigkeit und meine zahlreichen Kontakte zu Kulturschaffenden und Nachwuchskünstlern fühle ich mich in der Lage, der Stiftung beratend zur Seite zu stehen."

 


 

Dr. med. Wolfgang Tressel, geboren in Augsburg, begann als 7jähriger ein Violinstudium am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium bei Fred M. Bauersachs. 1971 Auszeichnung mit dem Schwäbischen Musikförderpreis; zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, Platten- und CD-Aufnahmen.

 

Nach dem Medizinstudium in München machte er seine Facharztausbildung zum Orthopäden und Rheumatologen an der Hessing-Klinik in Augsburg, wo er seit 1987 als leitender Oberarzt tätig war. Von 1997 bis 2016 war er Chefarzt der Geriatrischen Rehaklinik der Hessing-Stiftung.

 

1984 gründete Dr. Tressel das Augsburger Ärzteorchester (www.aerzteorchester.com) und ist seitdem dessen Konzertmeister (http://www.aerzteorchester.com/konzertmeister.html) . Das Orchester veranstaltet fast ausschließlich Benefiz-Konzerte in den Bereichen klassische und sakrale Musik, Oper, Operette und Musical und arbeitet häufig mit professionellen Solisten zusammen.

 

Seit Jahren macht er Musikkabarett (www.doc-tressel.de) mit eigenen Texten und Kompositionen sowie mit Liedern deutscher und österreichischer Kabarettisten und Liedermacher. Auftritte am Theater Augsburg und in zahlreichen anderen deutschen Städten machten ihn über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt.

 

Dr. Tressel gründete die Auststellungsreihe „Kunst in der Geriatrie“ und veranstaltete zahlreiche Kunstausstellungen. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Christa- und Werner-Strohmayr-Stiftung und stellv. Vorsitzender des Fördervereins für die Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg (www.summaugsburg.de). Für seine langjährige Tätigkeit in der Augsburger Kulturszene wurde ihm 2013 die „Medaille für Augsburg“ verliehen.

Prof. Bruno Weil

"Kunst kostet Geld - das wussten schon die Medici in Florenz und die Fugger in Augsburg. Die Esterhazys finanzierten Haydn mit seinem Orchester und Beethoven war als freischaffender Künstler auf adelige Gönner angewiesen.

Später kamen die Stiftungen - im 20. Jahrhundert ragt die Paul-Sacher-Stiftung heraus.

Ich engagiere mich in der kleinen, aber feinen Christa-und-Werner-Strohmayr-Stiftung und es ist mir eine große Freude und Ehre, junge Menschen aus der Region zu unterstützen, die sich in immer oberflächlicher werdenden Zeiten für den Fortbestand großer Musik engagieren."

 


 

Bruno Weil hat sich sowohl als Gastdirigent bedeutender internationaler Orchester als auch in zahlreichen CD–Aufnahmen den Ruf als einer der weltweit führenden Dirigenten auf dem Gebiet der Wiener Klassik erworben. Er dirigierte u. a. die Berliner und Wiener Philharmoniker, die Dresdner Staatskapelle, die Bamberger Symphoniker, die Wiener Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das Orchestre Symphonique de Montréal, das Orchestre National de France, das NHK Orchestra Tokyo, das Sydney Symphony Orchestra sowie das St. Paul Chamber Orchestra.

 

Als einer der letzten Meisterschüler von Hans Swarowsky kam Bruno Weil über Kapellmeisterposten an den Staatstheatern in Wiesbaden und Braunschweig als damals jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands nach Augsburg. Bis Ende des Jahres 2001 war er Generalmusikdirektor der Stadt Duisburg. Bruno Weil war künstlerischer Leiter der Cappella Coloniensis, und ist Principal Guest Conductor des Tafelmusik Baroque Orchestra, Toronto.

 

Er dirigierte Opernproduktionen u. a. an der Wiener Staatsoper, an der Deutschen Oper Berlin, an der Dresdner Semper-Oper, an der Kölner Oper, am Teatro communale di Bologna und an der Hamburgischen Staatsoper. 1992 gab er mit „Così fan tutte“ sein Debüt beim Glyndebourne Festival. Seit 1982 war er ständiger Gast bei den Salzburger Festspielen, wo er 1988 für den erkrankten Herbert von Karajan drei Vorstellungen von Mozarts „Don Giovanni“ leitete.

 

Mit dem kanadischen Tafelmusik Orchestra und dem Orchestra of the Age of Enlightenment enstand für Sony Classical eine große Anzahl von CDs, die von der Kritik begeistert aufgenommen wurden. Die Einspielung der Symphonien Haydns, der späten Messen Haydns, von Haydns „Schöpfung“ und der Klavierkonzerte Beethovens haben Maßstäbe gesetzt. Aber auch als Schubert-Interpret von Rang hat sich Bruno Weil einen Namen gemacht. Neben der Einspielung der Symphonien („Stern des Monats“, Fono Forum) ist vor allem auch die Edition sämtlicher Messen Schuberts auf große Resonanz gestoßen. Bruno Weil erhielt inzwischen fünf „Echo“-Preise, so u.a. für seine Einspielungen der Oper „Endimione“ von J.Chr. Bach (Deutsche Harmonia Mundi, BMG) und 2010 für seine Einspielung von Haydns Sinfonien. Mit dem Tafelmusik Orchestra hat er 2016 die Gesamtaufnahme der 9 Beethoven Sinfonien abgeschlossen.

 

Als Gründer und Künstlerischer Leiter des Musikfestivals Klang & Raum ( 1993 – 2011 ) im Kloster Irsee/ Allgäu hat Bruno Weil im Jahre 1993 ein internationales Forum für Konzerte auf Originalinstrumenten geschaffen, das alljährlich die Stars der Alten-Musik-Szene in von Publikum und Kritik enthusiastisch gefeierten Konzerten präsentierte. In Kalifornien leitete er bis 2010 eines der ältesten Musikfestivals der USA, das Carmel Bach Festival.

 

2011/2013/2015 dirigierte er Mozarts Da Ponte Zyklus bei der „Jungen Oper Weikersheim“ bei Jeunesses Musicales Deutschland in Weikersheim.

 

Von 2001 bis 2016 unterrichtete Bruno Weil als Professor für Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München, seit 2015 ist er Professor für Dirigieren an der Universität Mozarteum in Salzburg und Leiter des Universitätsorchesters.

 

2013 erhielt Bruno Weil den Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland. Im November 2016 hat er den Musikpreis der Stadt Duisburg erhalten.

Vor kurzem wurde er vom Bruckner Orchester Linz zum ersten Gastdirigenten gewählt.

 

Seit einiger Zeit arbeitet Bruno Weil an einer Stilkunde des 18. Jahrhunderts; er möchte mit dem Werk diese komplizierten Dinge auf einen verständlichen Nenner für den historisch interessierten Musiker bringen.

www.brunoweil.eu